
Michael Shellenberger
Michael Shellenbergers Apocalypse Never (2020) stellt die weit verbreitete Erzählung einer bevorstehenden Klimakatastrophe in Frage. Als erfahrener Umweltaktivist argumentiert Shellenberger, dass Klimawandel und andere ökologische Probleme zwar real sind, aber nicht die existenziellen Bedrohungen darstellen, die oft behauptet werden.
Klimawandel ohne Apokalypse: Der Klimawandel ist real und menschengemacht, aber nicht die unmittelbare Katastrophe, die Aktivisten proklamieren. Übertreibungen schaden dem Vertrauen der Öffentlichkeit und führen zu schlechten politischen Entscheidungen.
Technologie als Lösung: Fortschritte in Energie und Technologie, insbesondere Kernkraft, sind der Schlüssel zur Lösung von Umweltproblemen. Shellenberger kritisiert die Ablehnung der Kernenergie durch Umweltschützer als kontraproduktiv.
Entlarvung von Mythen: Das Buch widerlegt verbreitete Behauptungen wie "der Amazonas ist die Lunge der Erde" oder "wir erleben das sechste Massenaussterben" durch wissenschaftliche Daten.
Wohlstand und Umwelt: Wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz ergänzen sich. Armut zu "nachhaltiger" zu machen, anstatt sie zu beenden, schadet sowohl Menschen als auch der Natur.
Umweltschutz als Religion: Extremer Umweltschutz funktioniert oft wie eine säkulare Religion mit apokalyptischen Prophezeiungen, was zu irrationalen Entscheidungen führt.
Shellenberger plädiert für einen "humanistischen Umweltschutz", der menschliches Wohlergehen und Naturschutz als komplementäre Ziele betrachtet, anstatt sie als Gegensätze zu sehen.
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