Imperium der Schmerzen

Imperium der Schmerzen

Patrick Radden Keefe

Empire of Pain: Die Sackler-Dynastie und die Opioidkrise

Patrick Radden Keefes "Empire of Pain" enthüllt die geheime Geschichte der Sackler-Familie und ihre zentrale Rolle bei der amerikanischen Opioidkrise. Das Buch dokumentiert, wie drei Generationen der Familie durch aggressive Vermarktung des Schmerzmittels OxyContin ein Vermögen aufbauten und dabei Hunderttausende von Todesfällen verursachten.

Die Ursprünge der Sackler-Dynastie

  • Arthur Sackler revolutionierte die Pharma-Werbung in den 1960ern mit Valium
  • Entwickelte aggressive Marketingstrategien, die Suchtrisiken herunterspielten
  • Seine Brüder Mortimer und Raymond übernahmen später Purdue Pharma

OxyContin: Ein "revolutionäres" Schmerzmittel

  • 1996 als sicheres, weniger süchtig machendes Opioid vermarktet
  • Basierte auf dünnen wissenschaftlichen Belegen (nur ein fünf-Sätze-Brief)
  • Aggressive Vermarktung an Allgemeinärzte für chronische Schmerzen

Ignorieren der Warnsignale

  • Frühe Berichte über Sucht und Missbrauch wurden als "Kriminelle" abgetan
  • Richard Sackler: "Das sind Kriminelle... Warum sollten sie unser Mitgefühl verdienen?"
  • Konzept der "Pseudosucht" zur Rechtfertigung höherer Dosen

Verheerende Folgen

  • Über 500.000 Todesfälle durch die Opioidkrise
  • Zerstörung ganzer Gemeinden, besonders in ländlichen Gebieten
  • Übergang zu Heroin und Fentanyl bei vielen Abhängigen

Rechtliche Kämpfe und fehlende Rechenschaftspflicht

  • 2007: Purdue zahlte 600 Millionen Dollar Strafe, keine Sacklers angeklagt
  • Milliarden aus dem Unternehmen in Offshore-Konten transferiert
  • Umstrittene Insolvenzvereinbarung mit weitgehender Immunität für die Familie

Die Sackler-Saga zeigt, wie unkontrollierte Profitgier zu einer der schlimmsten Gesundheitskrisen Amerikas führte und verdeutlicht die Notwendigkeit stärkerer Rechenschaftspflicht in der Pharmaindustrie.

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Imperium der Schmerzen — Patrick Radden Keefe · 900s